Jetzt Registrieren oder anmelden Login merken
  
Startseite | Cool homes | My cool homes | Voting | Suchen & Finden | Specials |
» Wohnräume
» Einrichtungsobjekte
» Showrooms
» Hersteller
» Bezugsquellen
» Online-Tipp
» Wohnlexikon
Wohnzimmer «
Küche «
Esszimmer «
Schlafzimmer «
Badezimmer «
Arbeitszimmer «
Kinderzimmer «
Flur / Diele «
Terrasse / Garten «
Außenansicht «
 

Möbelklassiker: Zeitlos schöne Möbel

 

Eine Wohnung ist nie komplett eingerichtet. Mit Möbeln, die sich durch schlichtes Design einfügen als wären sie schon immer da gewesen, ist Zuwachs auch kein Problem. Daher passen die Designklassiker auch so gut als Ergänzung in jede Wohnung.

 Le corbusier lc2-1-Sessel 1929  Ludwig Mies van der Rohe Barcelona chair 1929   Pur und geradlinig, präsent aber zurückhaltend, modern aber zeitlos – dies trifft auf alle Möbelklassiker zu, aber nur wenige Möbel werden wirklich Klassiker. Die meisten so genannten Möbelklassiker sind von berühmten Designern wie Le Corbusier, Rietveld oder Breuer zu Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt worden.

 

 
Möbelklassiker lassen sich vor allem in zwei Stilrichtungen einteilen. Art Déco und Bauhausstil
Das Art Déco (heißt etwa übersetzt verzierende Künste) hatte seine Blüte in der Zeit zwischen 1920 und 1940 und spiegelt sich in verschiedenen Bereichen des kulturellen Lebens wider. Es beeinflusste dabei maßgeblich die Formgebung verschiedener Gegenstände, beispielsweise im Bereich der Architektur, Möbeldesign, Mode, Fahrzeugen oder Gebrauchsgegenständen.
Jugenstil Art deco  Art Deco Miami Beach  Hallendecke im Art deco-Stil   Art deco Stil
 
Bauhaus Dessau   

Der Bauhausstil geht auf das staatliche Bauhaus Weimar zurück, das 1919 von Walter Gropius als Kunstschule gegründet wurde und bis 1933 bestand. Es handelt sich um die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, des Designs und der Kunst. Der Begriff wird oft gleichgesetzt mit der Moderne in Architektur und Design.

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Stilformen wurde auf schmückendes Dekor puristisch verzichtet. Man beschränkte sich auf kantige, geometrisch Formen (mit waagerechter und senkrechter Ausrichtung) und den primären Farben ( rot, blau, gelb) sowie den Nichtfarben schwarz und weiß. Eine weitere Besonderheit dieses Stils sind die oft verwendeten Glasfassaden (gläserne curtain walls=Vorhangfassade). Nutzgegenstände wurden optisch auf das Notwendigste reduziert, um die funktionelle Zweckmäßigkeit hervorzuheben. Sowohl der Wohnungsbau als auch Mobiliar und Gebrauchsgegenstände wurden von dem neuen Stil beeinflusst.     Bauhaus Farben Teppenhaus im Bauhaus Dessau 
 
Möbelklassiker haben immer wieder verschiedene Nachfragedichten durchlebt.
Als sie entstanden, waren sie eher für eine kleine Masse von Menschen interessant. Dem Design wurde damals keinen hohen Stellenwert zugeschrieben. Die reine Praktikabilität stand im Vordergrund. Das ist heute anders. Moderne Möbelklassiker erleben vor allen Dingen im Sitzmöbelbereich momentan einen deutlichen Aufschwung. Denn: Möbelklassiker sind eben zeitlos und besonders jetzt wieder in, auch wenn sie nie richtig out waren.

 

 
Marcel Breuer Sessel b3 Wassily-chair 1926    Natürlich sind die Stücke von Le Corbusier, Mies van der Rohe, Eileen Gray, Marcel Breuer und anderen im Original nicht mehr zu bekommen. Aber originalgetreue Nachbauten der Designermöbel Klassiker gibt es genügend auf dem Markt. Und das zu durchaus günstigen Preisen.Heute nehmen die Reproduktionsspezialisten die alten Möbelentwürfe und bauen sie nach mit modernsten Materialien und Produktionsverfahren. In Italien haben sich einige Firmen auf die Reproduktion spezialisiert. Nicht nur, weil sie die Kunstfertigkeit im Reproduzieren besonders ausgeprägt haben, sie brauchen sich nicht um Urheberrechte zu kümmern. Dies ist ein großer Vorteil zu Deutschland, wo die Reproduktionen wegen der hohen Lizenzgebühren sehr teuer sind.   

Hier der Werdegang eines ganz besonderen Möbelklassikers:
Wer sich für modernes Möbel-Design interessiert, dem ist sie ein Begriff - und häufig wohl auch ein unerfüllbarer Traum: die Liege LC4 von Le Corbusier. Mit ihrer Symbiose von Funktionalität und Ästhetik scheint sie ein Produkt unserer Zeit zu sein - tatsächlich aber entwarf der Schweizer Architekt den Klassiker in den zwanziger Jahren. 

Begeisterung rief Le Corbusier damals mit seinen schlichten Möbeln nicht hervor. Er strebte - wie seine Kollegen am Bauhaus - mit der Reduzierung auf das Wesentliche eine Versöhnung von Kunst und Technik an: Ihre Möbel sollten in Serie einfach hergestellt werden können und moderne Ästhetik für jedermann erschwinglich machen. Doch zur Massenproduktion kam es nie, da die Zeitgenossen es sich lieber weiterhin auf schweren Sofas gemütlich machten und die Stahlrohrmöbel an "Krankenhaus“-Möbel erinnerten.   
  
Le Corbusier Liege lc4 Leder Chaiselongue

 

Die heutigen Klassiker wurden daher in geringen Stückzahlen hergestellt. So auch Le Corbusiers ursprünglich "Chaise Longue 2072“ genannte Liege von der Schweizer Firma Embru. Diese wenigen "Originale“ stehen heute in Design-Museen - vom "Museum of Modern Art“ in New York bis zur „Pinakothek der Moderne“ in München. Einige Exemplare finden sich auch in Privatsammlungen. Hin und wieder gelangt ein Stück auf den Markt - die „Chaise Longue 2072“ dann zu einem Preis zwischen 35.000 und 45.000 Euro.
 

Anfang der sechziger Jahre grub die italienische Firma Cassina die Entwürfe wieder aus und sicherte sich ein Jahr vor Le Corbusiers Tod 1964 die weltweit gültige Exklusiv-Lizenz für dessen Möbel und die seiner Mitarbeiter Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand. Andere Firmen folgten dem Beispiel und erwarben die Rechte an den schönen Produkten der Wegweiser des modernen Designs wie Eileen Gray, Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe. So kam es zur Wiederauflebung der „Möbel-Klassiker.

 

Trotz Nutzung moderner Fertigungsmethoden und Materialien bemühen sich die heutigen Hersteller der "Re-Editionen“ um größtmögliche Authentizität, die teilweise durch Stempelprägungen auf den Möbeln und Identitätsausweise bezeugt werden soll. Das alles hat jedoch seinen Preis. So muss man für die Liege LC4 mit Lizenz in der dünneren Ledervariante 2575 Euro bezahlen. Mit der ursprünglichen Absicht der Künstler hat das nicht mehr viel zu tun.
Möbel als Geldanlage? Ikonen der Moderne oder antike Möbel erzielen Wertsteigerungen. 





 
About us    |    AGB    |    Presse    |    Kontakt    |    Werbung    |    Impressum       
© 2012 coolhomes.de - Wohnideen und Wohnbeispiele